Loop Cycles und schweres Metall

Head of Animation

Hand in Hand mit Mario und Yoshi hat Markus die 80er und 90er Jahre durchlebt. Und? Wollte er deshalb Klempner oder Hausmeister werden? Nein, er schaute hinter die Pixel und fragte sich, wie die Matrix geschrieben wird.

Nach der ein oder anderen roten Pille kann er jetzt nicht nur die Matrix lesen, er kann sie beeinflussen und findet sich wunderbar zurecht im Kaninchenbau.

Mit Vektoren, Ankerpunkten und Keyframes erschafft er kleine, wunderschöne Details, die das gefilmte Bild ergänzen, oder auch ganze Welten, in denen wahrscheinlich immer irgendwo eine Prinzessin Peach verschollen ist.

Was steht denn bei Dir gerade an? In welcher Phase befindet sich Dein Projekt? Fragen, die man Markus nicht stellen braucht. Es genügt, einfach nur hinzuhören, welche Musik gerade bei ihm läuft. Hat er Kopfhörer auf, hilft ein kurzer Blick auf seine Playlist.

Aber Achtung, nur weil gerade Beast in Black’s „Berserker“ läuft, heißt das nicht etwa, dass es stressig ist, oder die Deadline naht. Nein, das kann für Markus durchaus ein „Deep-Focus“-Konzentrations Album sein, bei dem er mit sehr viel Gefühl zweidimensionale Vektorgrafiken zum Leben erweckt.

Warum machst Du Unternehmensfilme?

Die Abwechslung ist geil! Als Filmemacher bin ich stets auf der Suche nach Abwechslung und spannenden neuen Umgebungen: Kein Projekt und keine Location gleicht der anderen. Damit meine ich nicht nur die räumliche Vielfalt bei Dreharbeiten, sondern auch die Fülle an Anforderungen in der Postproduktion. Du machst eben bei jedem Projekt etwas Neues.

„Wer rastet, der rostet“ und so bringen mich Unternehmensfilme täglich in den unterschiedlichsten Bereichen weiter voran.

Dem Kunden ein begeisterndes Funkeln in den Augen hervorzulocken, während er seine eigenen Produkte neu entdeckt – dafür lohnt es sich zu kämpfen! …also Unternehmensfilme zu drehen.

Wie würdest Du einem Menschen von 1920 beschreiben, was Du bei kambeckfilm machst?

Wir haben einen kleinen Fotoapparat, der ganz tolle Filme macht…*unheilvolle Musik*

Ich würde der Person sagen: „Sie haben da aber einen schicken Schokoriegel produziert! Schade nur, dass ihn niemand kennt. Bei kambeckfilm sorge ich dafür, dass die Leute etwas davon mitbekommen. Wissen Sie, in ein paar Jahren können sich die Menschen nämlich auch Filme zu Hause ansehen. Zum Beispiel einen Film über Ihren Schokoriegel, und zwar tausende Menschen gleichzeitig.“

Und dann schnell wieder in den DeLorean und CIAO.

Welche Verbindung besteht bei dir zwischen deiner Freizeit und dem Filmemachen?

Ich lasse, wenn möglich, bei vielen Projekten meinen eigenen Style mit einfließen. Dieser formt sich aus meinen persönlichen Interessen bzw. Sehgewohnheiten. Bei Animationen lasse ich mich immer mal wieder von Bewegungsabläufen inspirieren, die mir beispielsweise aus Videospielen oder von japanischen Animes bekannt sind. Wir schöpfen, denke ich, alle unsere Ideen und Inspirationen aus dem, was wir Zuhause toll finden.

Oft kommt es vor, dass ich aus dem Fenster schaue und denke: „Wie cool ist das denn animiert!“ Man schaut sich Dinge eben genauer an.

Was steht ganz oben auf Deiner Bucket List?

In Japan alle möglichen Arcade-Hallen stürmen.

Welcher ist Dein Lieblingswerbespot?

Ich liebe die Werbespots rund um die in den 90er Jahren erschienenen Nintendo-Produkte wie z. B. der Nintendo GameBoy oder das Super Nintendo. Der hyperaktive Sprecher, die hervorragenden „Retro“-Animationen und der Kleidungsstil der Darsteller: Herrlich! Ich sehe das als Spiegel der damaligen Zeit. Werbung so unverblümt und direkt, wie man sie heute nicht mehr zeigen kann.

Um noch eine Werbekampagne aus der heutigen Zeit zu nennen: Der NETTO Katzen-Spot ist genial.

Welche Spotify Playlist läuft bei Dir während der Arbeit?

Bei mir läuft entweder eine „80’s Greatest Hits“ Playlist oder, nach der vierten Korrekturschleife dann, knallharte Heavy-Metal Stampfer.